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Schulgeschichte

„Die wesentlichen Pflichten eines […] Schullehrers bestehen kürzlich darinnen, dass er […] die ihm anvertraute Jugend […] nützlichen Dingen gründlich und deutlich unterrichtet, zu der Schwachheit der Kinder sich herablässt, mit ihren Fehlern Geduld habe und ihnen dieselben mit der Liebe abzugewöhnen suche. Vorzüglich aber, dass er den Kindern ein böses Beispiel zu geben sich sorgfältig hüte, vielmehr in Leben und Wandel mit bestem Exempel ihnen vorangehe.“

(August Friedrich Leunert, 1826-1865 Lehrer in Köthensdorf)

Johann Georg Esche

23. August 2002

90. Schuljubiläum - Ehrenname "Johann-Esche-Grundschule"

Die Schule erhält den Namen "Johann Esche". Als gebürtiger Köthensdorfer war Johann Georg Esche ein Wegbereiter für die Entwicklung der Textilindustrie unserer Region und gilt als Begründer der sächsischen Strumpfwirkerei.

Schulneubau 1912

2. Dezember 1912

Feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes

Im Frühjahr 1912 wurde mit dem Bau des jetzigen Schulgebäudes begonnen. Am 2. Dezember desselben Jahres konnte die neue Schule feierlich eingeweiht werden.

  • 4 Klassenzimmer
  • Kochschulraum (Kochunterricht für Mädchen)
  • Uhrturm
  • Künstlerisch gestaltetes Portal
  • Mansarde mit Schulleiter- und Hausmeisterwohnung, Hilfslehrerwohnung im ersten Stock 
  • 8 Jahrgänge in 4 Klassen unterrichtet (benachbarte Jahrgänge zusammen)
  • Wasserversorgung aus Brunnen im Oberdorf über mehrere hundert Meter lange Rohrleitung -> 3 Wasserbasins im Erdgeschoss -> Erdgeschoss und Keller Wasser aus Wasserhahn, obere Stockwerke mittels Handpumpe
Schulhaus 1872 - 1912

Schulgebäude 1872-1912

  • aufgrund steigender Schülerzahlen Neubau eines Schulhauses mit 2 Klassenzimmern gegenüber dem alten Schulgebäude 
  • 1 Lehrer und 1 Hilfslehrer

 

Schulgebäude 1827 - 1871

Schulgebäude 1827 - 1871

  • Neuerrichtung Schulhaus (Fachwerkhaus mit rotem Ziegeldach, Köthensdorfer Hauptstraße 36)
  • mit einem Klassenzimmer, da es nur einen Lehrer gab 
  • ca. 100 Schüler
  • zeitlich versetzt in 2 Gruppen unterrichtet

 

Schulgebäude 1750 - 1805

1. Schulgebäude in Köthensdorf 1750 - 1805

Planung eines eigenen Schulgebäudes in Köthensdorf, auch aufgrund des sich rasch entwickelnden Strumpfwirkerhandwerkes in Limbach und der Einführung einer "Schulpflicht" Mitte des 18. Jhd.

  • einfacher Lehmbau an der Gartenecke des eingegangenen Otto’schen Gutes (an dieser Stelle steht heute das 1999 rekonstruierte Haus Köthensdorfer Hauptstraße 36)
  • eine Schulstube, Kinder wurden in „zwei Häuflein“ unterrichtet
  • seit 1765 bis 1805 als Schule genutzt, vorher als Armenhaus

 

  • 1733 bis 1749    Lehrer Adam Heinrich Gottlebe, unterrichtete im eigenen Haus, Gasse 1
  • 1722 - 1728    erster für Köthensdorf nachweisbarer Lehrer ist Peter Schubert, vermutlich in „Reihenschule“ unterrichtet -> der Reihe nach in den Wohnstuben der Bauern; noch kein Schulgebäude

Quelle Bilder und Inhalte: "100 Jahre Schulweihfest in Köthensdorf-Reitzenhain; Die Entwicklung des Schulwesens in Köthensdorf-Reitzenhain - Eine historische Abhandlung", zusammengestellt vom Heimatverein Köthensdorf e.V., Dezember 2011